Montag, 25. August 2008

Bymarka

Neues aus Trondheim





Ich war wandern in der wunderschönen Bymarka.
Die Bymarka liegt westlich von Trondheim und ist das Naherholungsgebiet der Trondheimer. Es gibt viele Seen viele Wege und noch mehr Bäume. Zum Spazierengehen also bestens geeinget.








Es gibt da sogar einen Troll, der von jedem einen Lakrtizstange verlangt der passieren möchte. :-)









Fast hätten wir mit unserem Feuer die Bymarka in Schutt und Asche gelegt. Naja immerhin haben wir es mit einem Feuerstein angemacht. Leider haben wir keinen Fisch gefangen, den man auf das Feuer hätte drauflegen können. Dafür aber umso mehr Blaubeeren. Beweisfotos werden nachgereicht.




Ein niederländischer Damm in Norwegen. Grossartig nicht war.
Das passiert wenn man mit niederländischen Ingenieuren wandern geht :-)







Endlich am Fjord angekommen. Die Füsse qualmen aber es war schön. Nur immer noch kein Fisch trotz intensiver Bemühung der niederländische Fraktion.










Trotzdem, ein wunderschöner Ausflug

Bis bald

Sonntag, 17. August 2008

Oppdal

Aus morgen ist dann doch erst in ein paar Tagen geworden. Gestern hab ich die Klausur zum Sprachkurs geschrieben. Ich denke, dass ich auf jedenfall bestanden habe. Hab sogar zwei Tage dafür gelernt. Besonders die unregelmässigen Verben haben mich ganz schön angekekst. Ich wurde dabei an endlose Stunden des Lateinlernens errinnert. Aber ich wollte ja etwas über Oppdall erzählen.

Also ich hab ja schon die wunderschöne Aussicht gelobt, hier ist der Beweis. Schön nicht.
Nur der Weg dahin war etwas beschwerlich. Ich wäre fast gestorben. Wir sind den Berg nämlich nicht langsam in Serpetinen nach oben gelaufen, sondern einfach geradeaus hoch. Jedenfalls ist es mir so vor gekommen. Dafür wurden wir mit einer genialen Aussicht belohnt. Gepennt haben einige von uns im Gamma(Bild 2). Das Gamma ist ein Hütte mit Feuer in der Mitte und rundherum die Schlafplätze. Sehr rustikal. Zu Rustikal für mich, ich hab im Haupthaus gepennt. Nach der Wanderung war ich aber auch froh als erster in die Dusche zu gehen und mich aufzuwärmen. Ich war komplett durchfrohren. Mein Schuhe hatten mich nämlich am Ende der Reise dann doch auf einer Wiese im Stich gelassen und meine Füsse wurden gefluttet. Es gab keine trockenen Fleck auf und an mir. Am nächsten Tag haben wir eine Art Erlebniskamp besucht. Normalerweise werden dort wahrscheinlich gelangweilte Mitarbeiter auf Touren gebracht und nicht übermüdete Studenten. Deswegen sind wir wahrscheinlich auch nur mit nem Drahtseil und ner Rolle über ne Schlucht gefahren und haben nicht in zehn Meter Höhe Tarzan gespielt oder andere Hochseilakte absolviert. Am Anfang war ich noch sehr skeptisch ob ich mir das mit meiner Höhenangst zutraue. Hat aber geklappt, das Seil ist heile geblieben und der Daniel auch. Leider hab ich kein Beweisfoto.
Soviel zu Oppdall
Ich mach mir jetzt nen ruhigen Sonntag

See ya

Mittwoch, 13. August 2008

Norwegisch für Anfänger

Hei hei fra Trondheim,
Jed heter Daniel og jeg kommer fra Tyskland. Jeg gar pa norskkurs her og jeg fortelle dere om it.

Soviel zu meinen norwegischenn Kenntnissen. Ich glaub Kjell würde sich dafür verzweifelt am Boden wälzen und stöhnen, aber ich hab noch nicht den Link meines blog gegeben. Vielleicht sollte ich das mit Rücksicht auf seine Gesundheit auch besser lassen. Er ist ein guter Lehrer und ich finde den Unterricht sehr unterhaltsam. Er versucht uns mit viel Humor die Norwegische Grammatik beizubringen und ist dabei immer gut gelaunt, keine Ahnung wie er das bei meinen Essays hingekommt.
Leider sind meine Anstregung Norwegisch zu lernen nicht besonders ausgeprägt, so dass ich das Examen höchsten mit knapper Not bestehen werde. Aber ich hab ja noch zwei Tage.

Neben dem Sprachkurs finden nämlich nich zahlreiche andere Aktivitäten statt, die man einfach nicht verpassen kann. Der Eindruckvollste war mit Sicherheit die Reise nach Oppdall. Oppdall ist ein kleines Nest ganz oben im Tal. Von dort hat man eine wundereschöne Sicht und ist von einer sehr eine beeindruckende Landschaft umgeben. Norwegen wie man es sich im Traum vorstellt. Da mich jedoch heute schon die nächste Aktivität, nämlich die erste ERASMUS Party erwartet und ich noch mein Biertütchen zum obligatorischen Vorglühen packen muss, erzähle ich morgen etwas über meine Reise nach Oppdall.

Bye bye

Sonntag, 10. August 2008

Nachtrag

So hab jetzt endlich auch einen Blog. Ich hab mich erst dagegen gesträubt, bin dann aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich so viel hier erlebe, dass ich das unmöglich allen Menschen, die ich kenne auch nur annähernd erzählen kann. Also schreib ich es auf und muss es somit nicht erzählen. Gut! Oder? Also wenn mich demnächst jemand von euch fragt, wie es hier oben so ist bekommt er nur noch nen Link.

Ok da ich schon zwei Wochen hier erlebt habe gibt es einiges nachzutragen. Der Grund meines Auftenhalt ist ein Praktikum in der organischen Chemie, im Moment lern ich aber Norwegisch. Das hat zum einen den Grund, dass ich beim Einkaufen nicht sofort als Tourist entlarvt werden will, zum anderen kann ich ausser Englisch nix (naja Latein aber davon hab ich ja nix, bzw. nix mehr) und das will ich ändern. Zudem ist die norwegische Sprache für einen ausgewiesen Sprachneuling wie mich wie ich glaube ein guter Einstieg, da es viele Parallelen zum Deutschen gibt. Zumindest bin ich davon im Moment noch überzeugt.
Naja der Kurs findet in Dragvoll statt. Das ist einer der Campi (einer der wenigen Augenblicke in dem sich die Stunden Latein pauken auszahlen) der NTNU. Leider ist Dragvoll am Arsch der Welt. Die erste Woche bin ich gelaufen, jetzt hab ich ein Busticket.
Unser Lehrer ist Kjell (chell spricht man das aus), ein lustiger Kerl der uns mit vielen Anekdoten die Norwegische Sprache schmackhaft macht. Zum Beispiel die von einem meiner Vorgänger im Sprachkurs der die beiden Norwegische Wörte für Scheissen und schiessen vertauscht (skite und skyte, das erste bedeutet scheissen) und in seinem Examen erzählt hat, wie er vögelscheissen war. Mal schauen was ich so am Samstag verzapfe (Am Samstag schreiben wir ne Klausur).
Ich wohne in Berg. Berg ist das älteste Wohnheim in Trondheim. Demenstprechend ist auch das Equipment. Ich war am anfangs etwas geschockt. Mein erster Tag war deshalb unteranderem ziemlich scheisse.
Ich fasse mal kurz zusammen:
Sieben Stunden Zug, davon eine geschlafen, den Rest hab ich mit Alexi gequatscht, nem norwegischen Jungen der aus Afghanistan hierhin gekommen ist.
Morgens hab ich dann erstmal nen Kaffee getrunken und wurde dann von Richard abgeholt, meinem Betreuer im Labor (später mehr). Anschließend nach Moholt gefahren, dem ultimativen supertollen Studentendorf, meine Unterlagen und Schlüssel geholt und wieder GEGANGEN nach BERG. Dem Rattenloch unter den trondheimischen Studentendörfern. Das war auf jedenfall mein erster Gedanke als ich hier ankam. Den kein Licht funktionierte, kein Mensch war hier und die Küche war ziemlich vergammelt. Und ich war tot müde und ultra angepisst.
Naja ich bin dann Einkaufen gegangen um wenigstens nicht auch noch zu hungern. In meinem Putzeifer hab ich mir dann direkt mal ne ganz große Flasche Spüli gekauft. Hab dann meine ganzen Schätze in meinen Rucksack gepackt und bin nach Hause.
Ich komm hier an, schau in meine Rucksack und ÜBERALL Spüli. Ich hätte fast geweint.
Hab dann erstmal Spüli entfernt. Gottseidank war der Rest meiner Schätze in Plastik eingepackt. Trotzdem, Spüli kann ganz schön nerven besonders im Rucksack.
Ich wollte dann schlafen gehen. Normalerweise wird es abends dunkel. In Norwegen nicht. Arrgghhh
So viel zu meinem ersten Tag.
Das Gute ist, es wird besser. Am selben Tag schon kamen Leute vom SIT (Das ist das Studentenwerk hier) und brachten Licht und putzten meine Küche. Perfekt!
Am Sonntag lernte ich meine ersten Mitbewohner kennen und am Montag ging dann der Sprachkurs los.

Fortsetzung folgt ...